Dokumentationsstätte
Konzentrationslager Hersbruck e.V.

2 Das Gelände des KZ Hersbruck

Das Barackenlager wurde 1951 abgebrochen und mit einer Wohnsiedlung und einem Tennisplatz überbaut. In der ehemaligen SS-Kaserne war zuerst eine Schule und dann bis November 2007 das Finanzamt untergebracht. Auf dem Gelände ließ die Stadt Hersbruck Anfang 2000 nach Thermalwasser bohren. Man wurde fündig. Am Rand des Lagergeländes ist nun ein Thermalbad entstanden, das in Teilen auch auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers steht.
Die Umrisse des ehemaligen Konzentrationslagers folgen weitgehend dem heutigen Gebäudebestand und Straßenverlauf. Wir würden gern erreichen, dass diese erkennbar bleiben oder wieder erkennbar werden.

Projektion des Lagerplans auf den Stadtplan von Hersbruck Das Lager war maximal 430 Meter lang und 140 bis 240 Meter breit. Der Umfang betrug etwa 1200 Meter, die Fläche etwa 7,5 ha.

Es war ringsum mit Stacheldraht umzäunt und wurde von zehn Wachtürmen aus bewacht. Die 19 Baracken bestanden größtenteils aus Holz und waren für je 200 Menschen geplant. Im Februar 1945 waren jedoch etwa 6000 Menschen darin eingepfercht. Die Baracken blieben im Winter fast unbeheizt.

Die vier Baracken des sogenannten Krankenreviers waren mit 1000 bis 2000 Männern so gut wie immer hoffnungslos überbelegt.

Mitte der 50er war das KZ-Gelände schon fast abgerissen und teilweise überbaut.

Infotafeln erinnern und informieren

Infottafeln informieren am Ort des ehemaligen KZIm Jahr 2009 stellte die Gedenkstätte Flossenbürg fünf Infotafeln auf dem ehemaligen Gelände des Lagers in Hersbruck zwischen  Finanzamt, Therme und Strudelbad auf und zwei beim Stolleneingang F oberhalb von Happurg. Nachdem inzwischen keine baulichen Überreste auf dem Gelände mehr vom KZ erzählen, soll dadurch die Geschichte bis zur Errichtung eines Dokumentationsortes in wichtigen Stationen lesbar werden. Die Infotafeln eignen sich gut, um im Selbststudium evtl. in Verbindung mit dem Audioguide des Paul-Pfinzing-Gymnasiums mit wichtigen Stationen der Lagergeschichte vertraut zu werden.
Schülergruppen können sich dort ebenfalls Informationen holen. Die Inhalte der Infotafeln sind auch online auf der Homepage der Gedenkstätte Flossenbürg.

Mitte der 50er war das KZ-Gelände fast schon abgerissen und teilweise überbaut