Dokumentationsstätte
Konzentrationslager Hersbruck e.V.

Ziele unseres Vereins

Wir erinnern an die Geschichte des Konzentrationslagers Hersbruck und der Doggerstollen bei Happurg und dokumentieren sie.
Wir informieren die Öffentlichkeit und gedenken der Opfer.
Wir arbeiten mit Jugendlichen und Schülern für Demokratie und Menschenwürde als Prävention gegen rechtsextreme Einstellungen.
Wir vernetzen uns mit sozialen, öffentlichen, privaten, kirchlichen, wissenschaftlichen und politischen Organisationen, mit denen wir gemeinsame Ziele haben.
Wir verbinden die lokalen Institutionen mit der Bürgerschaft sowie mit Überlebenden und deren Nachkommen.
Wir unterstützen lokal die Errichtung einer Gedenkstätte mit Informationsangebot in Hersbruck und bei den Doggerstollen in Happurg, sowie die Pflege und Erhaltung der verschiedenen Gedenkorte in einer Gedenklandschaft Hersbruck-Happurg.
Wir bieten Führungen und Vorträge an.

12/2012 Thomas Wrensch, 1. Vorsitzender

Aus den Anfängen

Im Juni 1999 wurde der Verein gegründet, um Forderungen nach der Einrichtung einer Dokumentationsstätte Nachdruck zu verleihen. Es wurden Kontakte zur Gedenkstätte Flossenbürg, dem Bezirk Mittelfranken und der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit im Kultusministerium aufgenommen. Die Idee einer Dokumentationsstätte findet in der Öffentlichkeit breites Interesse. Bisher stützten sich alle Veröffentlichungen über das Lager Hersbruck auf undokumentierte Berichte von Häftlingen, Gerichtsprotokolle und das Tagebuch eines Wachsoldaten, Hans-Friedrich Lenz, "Sagen Sie, Herr Pfarrer, wie kommen Sie zur SS?" 1982, (siehe Was wir machen-> Literatur). Eine wissenschaftlich-historische Quellenforschung und Archivierung kam nur langsam in Gang. Diese Tätigkeit kann nicht ehrenamtlich von Vereinsmitgliedern geleistet werden. Daher beschäftigte der Verein bis August 2003 eine ABM-Kraft. Es wurden Archive in Flossenbürg, München, Berlin, Freiburg, Koblenz u. a. durchforstet. Wichtig sind auch die „Elmer G. Luchterhand Papers“ in der Brooklyn Library in New York, mit Interviews von vielen Betroffenen in den Jahren unmittelbar nach dem Krieg. Eine wissenschaftliche Aufarbeitung dieser Dokumente war uns aus finanziellen Gründen noch nicht möglich.
Der Verein hatte für die Arbeit der ABM-Kraft ein Forschungs- und Rechercheprojekt konzipiert, mit folgenden Zielen:

Seit 2001 hat die Stadt Hersbruck Räume im "Wildzirkelturm" im Mauerweg 13 als Geschäftsstelle für den Verein und sein Archiv zur Verfügung gestellt.
Zur Zeit werden alle Arbeiten, wie die Vorbereitung von Gedenkveranstaltungen, Führungen und Vorträge, Kontakte zu ehemaligen Häftlingen und deren Familien ehrenamtlich geleistet.
Seit 2011 hat die Stiftung Bayerische Gedenkstätten in Verbindung mit der Gedenkstätte Flossenbürg ein Projekt ausgearbeitet, das zur Errichtung einer Gedenkstätte in Hersbruck am Lagergelände und beim Stolleneingang H in Happurg führen soll. Der Verein ist in die Vorbereitungen mit einbezogen.