Dokumentationsstätte
Konzentrationslager Hersbruck e.V.

Aktuelles

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Aufruf und Aktion vom 15. - 31. Januar 2015 - (10.11.2014)

Einen ehemaligen Häftling in unsere Stadt holen

Die Dokumentationsstätte KZ Hersbruck lädt aus Anlass der Erinnerung an das KZ Außenlager Hersbruck vor 70 Jahren zu einer besonderen Aktion ein:

Einzelpersonen, Interessengruppen oder Schülergruppen und Schulklassen können teilnehmen.

Erkunden
Sie das Leben und das Schicksal eines der
8 000 bis 10 000 Häftlinge in Hersbruck und Happurg.

Präsentieren
Sie Leben und Person dieses Häftlings in einer angemessenen Form, als Plakat, Kunstwerk, Plastik, Textsammlung oder ähnlichem.

Finden
Sie einen passenden Ort zur Präsentation in Hersbruck oder Happurg, in Schaufenstern, an Hausecken, auf Plätzen, u.s.w. und holen Sie die Erlaubnis zur Ausstellung ein.

Präsentieren
Sie die Person und das Leben „Ihres“ Häftlings in der Zeit von 15. bis 31. Januar 2015. Stellen Sie dabei seinen selbstlosen Mut, seine Courage, seinen Einsatz für andere Menschen heraus, die in der Regel zur Festnahme führten.

Die Dokumentationsstätte
unterstützt bei der Auswahl der Person und bei der Suche nach Fakten. Sie stellt ggf. Verbindung zum Archiv in Flossenbürg her. Sie nimmt die Anmeldung der Personen und Ausstellungsorte entgegen, damit es keine Doppelungen gibt.

Die Hersbrucker Zeitung
dokumentiert und veröffentlicht die Lebensbeschreibungen und Ausstellungsstücke.

Die gewählten Häftlinge stehen stellvertretend für alle Häftlinge im Mittelpunkt des Gottesdienstes und der Lichterkette zum Gedenken an die Opfer des KZ am Dienstag, 27. Januar um 18.30 Uhr in der Spitalkirche.

Die Präsentationen von Jugendlichen unter 21 Jahren können beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten „Anders Sein“, Außenseiter in der Geschichte, www.geschichtswettbewerb.de eingereicht werden.

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Wir gedenken! - (23.06.2014)

Ljubiša Letić gestorben  

Dear friends,
I am very sad to inform you that our beloved friend Ljubiša Letić has died. He passed away peacefully in his sleep at 4 pm. The funeral service is on Monday June 9th on Novi Sad main cementary at 12:45.

Let's remember him as the man he was: a generous, kind person, loving father and grandfather, a man who in his simple ways spread the message of peace and uncondtional love among people.

Liebe Freunde,

Ich bin sehr traurig, Ihnen mitzuteilen, dass unser geliebter Freund Ljubiša Letic ist gestorben. Er starb friedlich im Schlaf um 4 Uhr. Die Trauerfeier ist am 9. Juni auf Montag Novi Sad Haupt Friedhof um 12:45 Uhr.

Erinnern wir ihn als den Mann, der er war: ein großzügiger, freundlicher Mensch, liebender Vater und Großvater, einem Mann, der in seinem einfache Möglichkeiten, die Botschaft von Frieden und bedingungslose Liebe unter den Menschen zu verbreiten.

Дорогие друзья,

Мне очень грустно сообщить, что наш любимый друг Ljubiša Letić умер. Он скончался мирно во сне в 4 часа дня. Отпевание на понедельник 9 июня  12:45.

Давайте помнить его как человека, которого он был: щедрый, добрый человек, любящий отец и дед, человек, который в своих простых способов распространять послание мира и безусловную любовь между людьми.

(Mail von Miroslav am 6.6.2014)

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Tätigkeitsbericht und Zukünftiges - (09.05.2014)

Jahreshauptversammlung 2014

Der Einladung zur Jahreshauptversammlung des Vereins Dokumentationsstätte KZ-Hersbruck ins Café Bauer waren erstaunlich viele Vereinsmitglieder gefolgt, „obwohl doch Neuwahlen der Vorstandschaft auf der Tagesordnung stehen“, wie Bürgermeister Robert Ilg in seinem Grußwort schmunzelnd feststellte. Es ist bis zum Tagesordnungspunkt „Wahlen“ auch niemand geflüchtet. Das war außerdem gar nicht nötig, hatten sich doch schon im Vorfeld ausreichend Kandidaten gefunden.

Zunächst stand jedoch der Tätigkeitsbericht des Vorstandes durch den ersten Vorsitzenden Thomas Wrensch auf der Tagesordnung.

Der Verein hat auch im vergangenen Jahr wieder verschiedene Gedenkveranstaltungen mitgestaltet. Allen voran die alljährliche Feier am 27. Januar anlässlich des Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus (Jahrestag der Befreiung von Auschwitz). Thematisch zugeordnet zeigte der Verein Lichtspielfreunde Hersbruck am Freitagabend für eine große Anzahl Interessierter den Film Holocaust light gibt es nicht“ im City Kino.

Außerdem die jährliche Gedenkveranstaltung im November am Denkmal in Schupf und das Jahrestreffen der Überlebenden in Flossenbürg im Juli. Im Anschluss hieran war 2013 Ljubisa Letic zu Gast in Hersbruck und wurde in dieser Zeit von Mitgliedern des Vereins zu Zeitzeugengesprächen in Schulen oder auch zu Arztbesuchen begleitet. Um diesen Aufenthalt zu finanzieren wurde im Frühjahr 2013 die Spendenaktion „Letic aufrichten“ mit der Verlosung der Skulptur „Aufrichten statt richten“ durchgeführt.

Vertiefen konnte der Verein auch seinen Kontakt zur italienischen Familie Focherini. Odoardo Focherini starb im Dezember 1944 als Häftling im KZ Hersbruck. Er wurde im Sommer 2013 von der röm.-katholischen Kirche selig gesprochen. Zu dieser Veranstaltung reisten auch Mitglieder des Vereins Dokumentationsstätte KZ-Hersbruck ins italienische Carpi. Am 27. Januar 2014 war das Leben Odoardo Focherinis dann Schwerpunktthema des ökumenischen Gottesdienstes, dem auch ca. 15 Mitglieder der Familie Focherini beiwohnten. Während ihres mehrtägigen Aufenthaltes in Hersbruck wurden sie von Vereinsmitgliedern betreut und begleitet.

Daneben leistete Christoph Maier gute Arbeit im vereinseigenen Archiv, indem er die gesammelten Dokumente und Unterlagen sichtete und ordnete. Zusammen mit Willi Henke erarbeitete er auch ein Konzept für Infotafeln entlang der ehemaligen Doggerbaustelle in Happurg, das der Stiftung Bayerische Gedenkstätten vorgelegt werden soll. Besteht von dieser Seite kein Interesse an der Umsetzung, behält es sich der Verein vor, dieses Projekt selbst umzusetzen.

Neben Führungen von Gruppen über das ehemalige KZ-Gelände und zu den Doggerstollen, die neben anderen von Klaus Wiedemann organisiert und durchgeführt wurden, entstand in Kooperation mit der Johannes-Scharrer-Realschule die neue Homepage des Vereins unter Federführung von Matthias Scharwies. Und natürlich gab es immer wieder Gespräche mit der Stiftung Bayerische Gedenkstätten, in denen sich der Verein über die aktuellen Planungen für die Gedenkorte in Hersbruck und Happurg informieren ließ.

Der Bericht des Kassiers Paul Kornmayer und die Beurteilung durch die Kassenprüfer Günther Seiz und Brigitta Stöber ließen eine umsichtige, gewissenhafte und sparsame Haushaltsführung erkennen.

In den anschließenden Neuwahlen des Vorstands wurde Thomas Wrensch als erster Vorsitzender einstimmig wiedergewählt. Zweiter Vorsitzender ist nun Klaus Wiedemann. Paul Kornmayer wurde als Kassier bestätigt. Als Beisitzer kehrte Günther Seiz nach zweijähriger Pause wieder in den Vorstand zurück. Neue Kassenprüfer sind Peter Schön und Brigitta Stöber.

Alle ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder und engagierte und langjährige Vereinsmitglieder wurden anschließend mit Blumen und Wein bedacht.

Im kommenden Jahr wird der Verein weiterhin Kontakt zu Lubisa Letic und Vittore Bocchetta halten und sie in ihren Anliegen unterstützen. Des Weiteren soll das von Peter Schön zusammengestellte Häftlingsbuch ergänzt und veröffentlicht werden. Auch eine Teilöffnung der Stollen in Happurg soll weiter verfolgt werden.

Abschließend wies Marianne Ermann im Zusammenhang mit den nach Hersbruck kommenden Flüchtlingsunterkünften darauf hin, dass es auch wichtig ist, in der Gegenwart gut zusammen zu arbeiten und den Menschen, die da kommen werden, freundlich und offen zu begegnen. (Julia Oschmann für Hersbr. Zeitung 5. Mai 2014)

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neue Info-Mail 03-2013! - (07.11.2013)

neue Info-Mail 03-2013!

Liebe Mitglieder,
erstmals wird dieser Rundbrief nicht von Thomas Wrensch, sondern von mir, Amelie Marie Volkert, erstellt. Um den Vorstand zu unterstützen übernehme ich diese Arbeit gern. Für Anregungen bin ich stets offen.

Liebe Grüße,
Amelie M. Volkert

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Marita Münster: Doggerstollen in Happurg! - (08.07.2013)

Neues Konzept für Happurger KZ-Gedenkstätte

Doggerstollen Ursprünglich sollte die KZ-Gedenkstätte als Informationsort durch die Stiftung Bayerische Gedenkstätten in Happurg auf dem Plateau vor dem Eingang zu Stollen H entstehen (Bild) - als Stahlkonstruktion, die das Stollensystem  nach außen gekehrte en miniature abbildet.
Die neue Version fällt etwas kleiner aus - und wird in der Nähe des Kriegerdenkmals am Rand der Wohnsiedlung errichtet.
Foto: J. Ruppert

HAPPURG ? Ursprünglich sollte eine größere Stahlkonstruktion direkt vor dem Eingang ?H? des Doggerstollens in Happurg aufgestellt werden. Im Oktober 2011 wurde diese Version dem Happurger Gemeinderat vorgestellt. Die Räte wollten sich zwar keinesfalls der Idee verschließen, aber Einwände und Bedenken gab es vielfach. Jetzt haben sie eine neue Variante abgesegnet.
Schon vor zwei Jahren gab es den Hinweis auf nicht geeignete Bodenbeschaffenheit, schwer zugängliches Gelände, die Erforderlichkeit von massiven Rodungen, auch auf Privatbesitz, und Ähnliches mehr. Ein Hauptbestandteil der Planung ist es, dass eine Sichtachse von der KZ-Gedenkstätte Hersbruck zur Gedenkstätte Happurg hergestellt wird. Dafür hätten etliche Bäume gefällt werden müssen.
Doch Ulrich Fritz und Dr. Jörg Skriebeleit von der Bayerischen Gedenkstättenstiftung, sehen diese beiden Orte des damaligen Geschehens als untrennbar miteinander verbunden. In Hersbruck waren die KZ-Häftlinge seinerzeit untergebracht, den Weg zur Houbirg nach Happurg mussten sie täglich zurücklegen, um in den Doggerstollen für ein Rüstungsprojekt zu arbeiten.
Zunächst wurde geprüft, ob nicht das Stollensystem, wenigstens teilweise, den Besuchern zugänglich gemacht werden kann. Doch aus Sicherheits- und Artenschutz-Gründen (Lebensraum für Fledermäuse) ist das unterirdische Stollensystem dafür nicht geeignet.
In der jüngsten Gemeinderatssitzung erläuterten nun Ulrich Fritz und Dr. Jörg Skriebeleit die neuen Pläne. Eine kleinere Version des ursprünglichen Modells soll demnach auf einem gemeindeeigenen Grundstück am Südring errichtet werden - am Fuß des Wanderwegs, der zum Stollenzugang ?H? hinaufführt. Der Vorteil ist, dass diese Plattform nahezu barrierefrei ist. Die Fachleute begründen die Standortwahl mit der Sichtbeziehung zum ehemaligen Lagergelände in Hersbruck. An dieser Stelle hat die Gemeinde ein Abfanggitter errichtet, um Laub und Geröll von der Straße fernzuhalten. Diese Vorrichtung würde nicht von den Planungen außer Funktion gesetzt.
Am vorderen Ende der Plattform wird durch einen Stahlbau (1,20 Meter breit und 2,40 Meter hoch) der Sichtbezug zwischen Happurg und Hersbruck hergestellt, so die Planung. Am Ende des Baus lenkt eine Aussparung den Blick der Besucher nach Hersbruck. Innerhalb des Stahlbaus wird der Bezug durch Audioelemente verstärkt. Ehemalige Häftlinge werden hier, mittels durchlaufender Tonschleife, von ihren Erfahrungen berichten.
Folgt der Besucher dem Blick aus dem Stahlbau, wird er auf eine Vitrine aufmerksam. Dort sollen Exponate des Vereins Dokumentationsstätte KZ Hersbruck gezeigt werden - ein Bohrhammer und andere Werkzeuge, aber auch ein Essgeschirr, das ein Häftling auf der Baustelle benutzte. Das dritte Element auf der Plattform bildet ein Modell des Stollensystems. Es wurde in einem Ausbauplan vom März 1945 dokumentiert. Dieses dritte Element der Stollennachbildung basiert auf dem Gedanken, den Stollen, wenn man schon nicht in ihn hineingehen kann, nach außen zu holen und ihn so sichtbar zu machen. Die Stiftung Bayerische Gedenkstätten verhandelt zurzeit mit der Gemeinde Happurg über eine Erbbau-Regelung für das Gelände. Hersbruck habe schon Zustimmung signalisiert, ließen die Fachleute verlauten. Die Zugänglichkeit des historischen Ortes soll dadurch nachhaltig gesichert werden.
Von den Gemeinderäten kamen etliche Fragen. Zum einen machten sie sich Gedanken über die Parkplatz-Situation, über die Instandhaltungs- und Reinigungsarbeiten, aber auch über so profane Dinge wie den Toilettenbedarf. Fritz und Skriebeleit versicherten, dass sich die Unterhalts- und Reinigungsarbeiten auf ganz niedrigem Niveau bewegen würden. Von ihnen kam der Vorschlag, dass die Toiletten auf dem nahe gelegenen Friedhof genutzt werden könnten. Mit dieser Lösung wollten sich allerdings die Gemeinderäte nicht so recht anfreunden.
Der Gemeinderat billigte das geänderte Konzept einstimmig. Allerdings besteht die Notwendigkeit, die Parkplatz- und Toilettensituation noch in die Planung aufzunehmen. Dabei soll auch die Erbbauregelung einfließen.
Neues Konzept für Happurger KZ-Gedenkstätte: N-Land.de - d... http://n-land.de/hersbrucker-zeitung/lok-detail/datum/2013/07/0...

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Relaunch der Homepage! - (21.05.2013)

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