Dokumentationsstätte
Konzentrationslager Hersbruck e.V.

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Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus - (15.01.2017)

Skulptur im Rosengarten Hersbruck, 'Ohne Namen' von Vittore Bocchetta

Gedenkfeier am Freitag, 27. Januar 2017

Ökumenischer Gottesdienst in der Spitalkirche Hersbruck

Der Verein Dokumentationsstätte KZ Hersbruck, die Hersbrucker Kirchen und die Stadt Hersbruck laden Bürgerinnen und Bürger aus Hersbruck und Umgebung herzlich ein.

Ökumenischer Gottesdienst
zum
Schicksal der Hersbrucker Sintifamilien
in der Spitalkirche Hersbruck
Beginn 18:30 Uhr

Anschließend Schweigeweg und Lichterkette mit Schülern.
Abschluss an der Bocchetta-Skulptur im Rosengarten.

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Dass nicht wieder geschieht, was geschah. Das Recht und die Würde der Menschen bewahren. - (29.11.2016)

Am 12.November 2016 fand zum 22. Mal die landkreisweite Gedenkfeier an der ehemaligen Verbrennungsstätte in Schupf statt

Denkmal an der ehemaligen Verbrennungsstätte in Schupf mit Kranz

Denkmal an der ehemaligen Verbrennungsstätte in Schupf mit Kranz

Die Einladung geht von einer großen Anzahl von Verbänden, Initiativen und Parteien im Landkreis, auch des Vereins Dokumentationsstätte KZ Hersbruck e.V.aus. Sie wird von Dr. Helmut Ritzer, dem ehemaligen stellvertretenden bayerischen Landtagspräsidenten koordiniert.In seiner Begrüßung erinnerte Dr. Ritzer daran, wie menschenverachtend und tödlich das Außenlager für die Inhaftierten war. Es gebe guten Grund für den Fortbestand dieser Gedenkveranstaltung für die Toten des KZ. Aktuell drückte er sein tiefes Unverständnis darüber aus, dass am 8.11. in München PEGIDA vor der Feldherrnhalle mit richterlicher Zustimmung demonstriert hatte bzw. in Berlin eine Landkarte mit allen jüdischen Geschäften veröffentlicht wurde, mit der scheinheiligen Begründung Kunden auf diese Geschäfte aufmerksam zu machen. Die Staatsanwaltschaft sei dieser gefolgt und habe darin keine juristisch zu belangende Aktion gesehen.

Als Hauptredner war Markus Rinderspacher, Fraktionsvorsitzender der SPD im bayerischen Landtag eingeladen. Er zitierte den Zeitzeugen Max Mannheimer, gestorben am 23. September dieses Jahres:

"Ihr seid nicht verantwortlich für das, was geschah. Aber dass es nicht wieder geschieht, dafür schon."

Er forderte auf, die Untaten des Holocaust niemals zu vergessen. Dazu sei die Gedenkfeier in Schupf wichtig. Er wies auf die konkrete Situation in Hersbruck nach dem Krieg hin und dass es "lange . gedauert (hat), bis die Verbrechen, die hier verübt wurden, in das öffentliche Bewusstsein gelangten." Es seien viele Hindernisse zu überwinden gewesen, um jetzt den Gedenkorten die gebührende Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Er hob die Aktivitäten der Gewerkschaftsjugend, der örtlichen Politik sowie engagierter Menschen aus Hersbruck und Umgebung hervor.

"Verallgemeinerungen und Entindividualisierung wegen einer Gruppenzugehörigkeit sind erste Schritte zu tatsächlicher Ausgrenzung und Benachteiligung" warnte er mit Bezug auf aktuelle Entwicklungen. Er zitierte eine Studie, wonach 56 Prozent der Menschen in Bayern (incl. Franken) Muslimen gegenüber negativ eingestellt sind. Dies sei besorgniserregend. So forderte er mehr zivilgesellschaftliches Engagement in allen Teilen der Bevölkerung unter aktiver Unterstützung durch Parteien und die bayerische Regierung. Zum Schluss mahnte er unter Bezug auf Mannheimer:" Seht nicht weg, wenn andere wegsehen, zeigt Zivilcourage, wenn es darum geht, das Recht des Menschen und seine Würde zu bewahren".

12.November 2016 landkreisweite Gedenkfeier am Mahnmal in Schupf - Gäste 12.November 2016 landkreisweite Gedenkfeier am Mahnmal in Schupf - Posaunenchor

12.November 2016 landkreisweite Gedenkfeier am Mahnmal in Schupf - Gäste und Posaunenchor

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Angehörige der Polizeiinspektion Hersbruck informieren sich - (16.11.2016)

Führung über das Lagergelände und Doggerstollen

Am 8. November 2016 besuchten Angehörige der Polizeiinspektion Hersbruck das Außerlager Hersbruck des KZ Flossenbürg. Während der Führung wurde die räumliche Ausdehnung und Struktur, das Lagerleben, die Arbeit in den Doggerstollen und über die Polizeiarbeit im III. Reich erläutert und diskutiert.

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Video Erstaufführung Johannes-Scharrer-Realschule - (28.10.2016)

98. Geburtstag von Vittore Bocchetta am 15. Nov. 2016

Einladung zur Film-Erstaufführung in der Johannes-Scharrer-Realschule

Sehr geehrte Damen und Herren,

Die Johannes-Scharrer-Realschule veranstaltet am Dienstag, 15. November 2016, dem 98. Geburtstag von Vittore Bocchetta, ehemaliger Häftling und Überlebender des KZ Hersbruck und wacher Zeitgenosse, die Erstaufführung des Videos „Vittore Bocchetta im Interview zu aktuellen Fragen“, (Feb. 2016, 17 min.) von Jungfilmer Lukas Ott, ehemals Schüler unserer Schule.


Wir laden Sie herzlich zur Teilnahme ein.

Datum: 15. Nov. 2016
Beginn: 12.10 Uhr
Ort: Aula der Realschule, vor dem Gemälde „Consumati“ von Vittore Bocchetta.
Dauer: ca. 60 Minuten.


Wir würden uns über Ihre Teilnahme sehr freuen.


Mit freundlichen Grüßen
Herbert Hieke, Realschuldirektor


Wir bitten Sie um eine Rückmeldung zu Ihrer Teilnahme ans Sekretariat unserer Schule
(Tel. 09151-8390270 Fax 09151-839027-20 oder johannes-scharrer-realschule(at)t-online.de)

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Drittes Kunstwerk in Hersbruck - (29.06.2016)

INCUBO (Nightmare, Alptraum) von 1970

Skulptur INCUBO 1970, Vittore Bocchetta

Der Vorstand des Vereins hat in seiner Sitzung vom 2.6.2016 einstimmig beschlossen, von Vittore Bocchetta die Skulptur „Incubo (1970)“ = Nightmare, Alptraum, ca 80 cm hoch, für die pädagogische Arbeit anzukaufen und als Dauerleihgabe im Paul-Pfinzing-Gymnasium auszustellen.

Der Erwerb hat einen doppelten Zweck:
In Zukunft steht für die pädagogisch-öffentliche Arbeit des Vereins ein weiteres Werk von Vittore Bocchetta neben „Ohne Namen“ im Rosengarten und „Consumati“ in der Realschule zur Verfügung. Es ergänzt auch nach Meinung des Künstlers hervorragend einen minimal-elementaren Querschnitt durch sein Schaffen und ist ein Werk, das die Auseinandersetzung mit seiner und unserer Vergangenheit dann auch in Hersbruck widerspiegelt.
Daneben unterstützt es den von uns hochgeschätzten Menschen und ehemaligen Häftling in seinem bescheidenen Lebensunterhalt in Verona. Wir wissen, dass er auf Erlöse aus seinem Kunstschaffen angewiesen ist.

Der Verein hat aus seinen Mitteln bereits 1000 Euro anbezahlt. Ein Zeitungsartikel in der HZ hatte erste Spenden zur Folge, wir bitten noch andere Institutionen um Unterstützung. Der Landkreis Nürnberger Land, die Stadt Hersbruck und die HEWA haben uns Unterstützung zugesagt. Wir möchten die Restkosten projektbezogen möglichst aus weiteren eingeworbenen Mitteln und Spenden unserer Mitglieder bestreiten. Nach dem Kauf werden  wir die Unterstützer des Erwerbs auf einer Tafel am Sockel des Kunstwerks (mit Logo ohne Summe) auflisten. TW2016_06

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Geschenk mit Verpflichtung - (28.06.2016)

Vittore Bocchetta setzt Schlussstrich unter Missverständnis Bericht von der Jahreshauptversammlung 14.04.2016

(Wr) Am Ende einer erfolgreichen Jahreshauptversammlung der Dokumentationsstätte KZ Hersbruck im Gasthaus Café Bauer ergriff Peter Schön, der ehemalige Vorsitzende, das Wort. Er verlas einen kurzen italienischen Text von Vittore Bocchetta. Er ist der Schöpfer der Skulptur „Ohne Namen“ am Rosengarten in der Nähe des ehemaligen KZ-Geländes. „Ohne Namen“ ist seit seiner Enthüllung im Jahr 2007 über die Grenzen Hersbrucks deutschlandweit zum Symbol für das Gedenken der Opfer des KZ und des Faschismus geworden.

„Non pagato ma donato“ war der Kern der Botschaft an die versammelten Vereinsmitglieder und alle Hersbrucker Bürgerinnen und Bürger, die Bocchetta inzwischen als seine Freunde betrachtet. Mit diesen Worten macht der Künstler erneut und diesmal endgültig den Hersbruckern die Skulptur zum Geschenk. Verbunden mit einer Verpflichtung: Vergesst, verdrängt nicht die Erinnerung an die Gräueltaten, die in eurer Nachbarschaft im KZ geschehen sind. Lasst nicht zu, dass die Persönlichkeit irgendwo je wieder so verachtet und zerstört wird, wie wir es als Häftlinge im KZ erleiden mussten. Damit zieht Bocchetta selbst einen Schlussstrich und schenkt sein Werk ausdrücklich den Bürgern. Eine Geste der großzügigen Freundschaft, eine Investition in die Zukunft unserer Stadt und Gesellschaft.
 
Überwunden ist also eine unerfreuliche Erinnerung Vittore Bocchettas (die HZ berichtete), seinerzeit ein folgenreiches Missverständnis. Die Stadt Hersbruck hat zwar alle Kosten für Material und die Errichtung übernommen. Im Übrigen wurde die Skulptur als Geschenk an die Stadt bezeichnet. Von Kosten für die Ausarbeitung des Entwurfs, unter anderem auch Lohnkosten für handwerkliche Helfer, hat die Stadt Hersbruck nichts erfahren, und ein Honorar für den Künstler war nicht erwogen worden. In Anerkennung der Leistung für Hersbruck wurde Bocchetta vor einiger Zeit mit einem Beitrag zu seinem Lebensunterhalt unterstützt, weil deutlich geworden war, dass er Erlöse aus seinem Kunstschaffen für sein tägliches Leben braucht.

In seinem Bericht hat der alte und neue Vorsitzende Thomas Wrensch angekündigt, dass der Verein ein weiteres Kunstwerk von Bocchetta erwerben wird. Es soll der pädagogischen Arbeit zugute kommen. Wer also die Arbeit des Vereins und Vittore Bocchetta als Freund und Gönner Hersbrucks unterstützen will, kann dies mit einem Beitrag zum Kauf tun. Die Konten sind  bei der Sparkasse Nürnberg IBAN: DE14760501010578301269, BIC: SSKNDE77XXX und bei der Raiffeisenbank Hersbruck IBAN: DE33760614820105036844, BIC: GENODEF1HSB.

Wrensch berichtete von der Eröffnung der beiden Dokumentationsorte, errichtet von der Stiftung Bayerische Gedenkstätten im Auftrag des Freistaats Bayern und durch die Gedenkstätte Flossenbürg. Die Übertragung der Gedenkfeier des Bayerischen Landtags aus Hersbruck live im Bayerischen Fernsehen machte es über Bayern hinaus deutlich: die Zeit des Verdrängens hat nun ein Ende. Die schwärzeste Epoche wird von jetzt an als Teil der Geschichte Hersbrucks verstanden und erinnert. Die Stiftung unter ihrem Direktor Karl Freller hat Kraft und Durchsetzungsvermögen gebraucht. Sie hängte sich nicht an nicht mehr vorhandene bauliche Reste, sondern ersetzte sie durch ein auffälliges Doppelbauwerk, den schwarzen Kubus in Hersbruck und die Informationsplattform in Happurg. Von Anfang an lenkt es die Aufmerksamkeit und das Interesse der Besucher, vor allem der jungen Generation, auf die Opfer des KZ in unserer Nachbarschaft und macht Informationen abrufbar. Außerdem baut die Gedenkstätte Flossenbürg ein pädagogisches Begleitprogramm auf. Damit übernimmt der Staat nun Verantwortung für das Erinnern des KZ Außenlagers von Flossenbürg und die geschichtliche Aufarbeitung. Große Teile der Vereinsziele laut Satzung sind damit erreicht, manchmal anders als erwartet. Wrensch dankte besonders seinen Vorgängern im Vorsitz des Vereins, Konrad Tschentke und Peter Schön, für deren unermüdlichen Einsatz und allen weiteren aktiven und passiven Mitgliedern. Aktuell wurde Günter Hubenzehnder gedankt, der zuletzt Woche für Woche die Freitagsöffnungszeit der Geschäftsstelle betreute.

In der Aussprache wurde deutlich, dass die Übernahme von Vereinsaufgaben durch staatliche Stellen eine deutliche Entlastung der Aktiven von oft nervenaufreibenden Tätigkeiten bedeuten könne und eine neue Ausrichtung auf freiwillige Aufgaben neben und mit den Aktivitäten der Gedenkstätte Flossenbürg möglich mache. Mitglieder regten die Aufnahme der Dokuorte in das Kartenmaterial in und um Hersbruck an, sowie entsprechende Präsenz im Internet. Bürgermeister Ilg dankte aus Sicht der Stadt Hersbruck, die zusammen mit Happurg und Pommelsbrunn Mitglied ist, für die kontinuierliche Arbeit des Vereins zur Errichtung einer Dokumentationsstätte. Dieses Ziel sei nun erreicht, andere Aufgaben bleiben, unter anderem die Ausrichtung der jährlichen Gedenkveranstaltung am 27. Januar gemeinsam mit den Kirchen am Ort. Wir müssen noch klären, wie zwei so unterschiedlich strukturierte Organisationen wie die Gedenkstätte Flossenbürg und der Verein nicht nur nebeneinander, sondern miteinander die Dokumentation, die Erinnerung und das Gedenken an die Opfer und das KZ Hersbruck gestalten können, schloss Wrensch.  

Bild vom neuen Vorstand. Luise Treuheit war entschuldigt.

Bild vom neuen Vorstand. Luise Treuheit war entschuldigt.

Die Revisoren bestätigten eine solide Kassenführung. Für die Unterhaltung der Geschäftsstelle sind jährlich etwa 2000 Euro nötig, die durch Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen, den Zuschüssen von Stadt, Landkreis und der Unterstützung durch die HEWA gesichert sind. Alle Einnahmen aus Führungen, Buchverkäufen und Spenden kommen unmittelbar den Projekten zugute. Nach Entlastung des Vorstands wurden die selben Personen wiedergewählt, Thomas Wrensch als erster Vorsitzender, als zweiter Vorsitzender Klaus Wiedemann und als Kassier Paul Kornmayer. Neben dem langjährigen Mitglied in verschieden Vorstandsaufgaben Günther Seiz wurden zum ersten Mal zwei Frauen als Beisitzerinnen gewählt, Luise Treuheit und Marie Feist. Kassenprüfer wurden Günter Hubenzehnder und Wilhelm Altmann. Eine Fülle von Anfragen auf Begleitung bei Rundgängen über das ehemalige KZ-Gelände oder an die Eingänge der Doggerstollen und auf Erklärung der Situation nach Errichtung der Dokumentationsorte zeigen, dass der Verein seine Aktivität noch nicht beenden kann.

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