Dokumentationsstätte
Konzentrationslager Hersbruck e.V.

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Johannes-Scharrer-Realschule kauft Ölgemälde - (28.09.2015)

Consumati von Vittore Bocchetta enthüllt

Neben der Skulptur "Ohne Namen" gibt es jetzt ein zweites Kunstwerk von Vittore Bocchetta in Hersbruck, das Ölgemälde "Consumati" von 2007.

Consumati - Bild von Vittore BocchettaDer Künstler Vittore Bocchetta ist heute 96 jahre alt und wohnt in Verona, Italien. Er war 26 Jahre jung, als er als Häftling im KZ Hersbruck den Weg nach Happurg zur Zwangsarbeit getrieben wurde. Heute steht an diesem Weg das Schulzentrum mit der Johannes-Scharrer-Realschule.
Mit Hilfe des Landkreises und des Landrats konnte die Schule ein Ölgemälde von Bocchetta erwerben.

"Consumati" (Verbrauchte, Verbraucher) nennt der Künstler sein Werk, das farbige Gestalten auf hellem Untergrund vor einem grauen Himmel zeigt. Auf den ersten Blick wirkt es licht, aber die Gestalten strahlen keine Freude aus. Man kann dabei an Leute denken, die erschöpft vom Konsum ihrem Wunschziel nahe sind, es aber nicht erreichen, man denkt aber auch an Menschen, die abgearbeitet und abgeschrieben sind, ohne ans Ende zu kommen. Man kann ebenfalls den Zug der Häftlinge ins Nichts darin sehen, an letzter Stelle den Künstler selbst.


Es wurde jetzt in der Aula an unübersehbarer Stelle enthüllt, wo es zu Schulzeiten auch öffentlich zugänglich ist (bei einem Besuch bitte kurz im Sekretariat melden). Okt.2015 Wr.

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aktuelle Ausgabe - (12.02.2015)

Info-Brief 3/2014

Liebe Mitglieder,
hier könnt Ihr unseren Info-Brief 2014/3 herunterladen.

Thomas Wrensch

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Infotafeln auf dem ehemaligen Gelände des Lagers in Hersbruck - (10.02.2015)

Ausstellungstafeln online!

Im Jahr 2009 stellte die Gedenkstätte Flossenbürg fünf Infotafeln auf dem ehemaligen Gelände des Lagers in Hersbruck zwischen Finanzamt, Therme und Strudelbad auf und zwei beim Stolleneingang F oberhalb von Happurg. Nachdem inzwischen keine baulichen Überreste auf dem Lagergelände mehr von der Geschichte erzählen, soll dadurch die Geschichte bis zur Errichtung eines Dokumentationsortes in wichtigen Stationen lesbar werden. Die Infotafeln eignen sich gut, um sich im Selbststudium evtl. in Verbindung mit dem Audioguide des Paul-Pfinzing-Gymnasiums mit wichtigen Stationen der Lagergeschichte vertraut zu machen. Schülergruppen können sich ebenfalls dort Informationen holen. Die Inhalte der Ausstellungstafeln sind auch online auf der Homepage der Gedenkstätte Flossenbürg: Austellungstafeln

Thomas Wrensch

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Vittore Bocchetta zu Besuch in Hersbruck - (04.02.2015)

Eindrucksvolle Gedenkfeier

Vittore Bocchetta in Hersbruck

Am 17. Januar 1945 starb Teresio Olivelli an den Folgen von Fußtritten und Prügeln im KZ Hersbruck. Das war vor genau 70 Jahren. Teresio Olivelli stand auch im Mittelpunkt des ökumenischen Gedenkgottesdienstes in der Spitalkirche am 27. Januar. Jugendliche aus der Richard-Glimpel-Schule trugen seinen Lebensauf vor und erzählten davon, wie Menschen heute für andere zu Engeln werden können. Denn wie ein Engel im Himmel war Olivelli für Mithäftlinge unter den unmenschlichen Zuständen im Lager geworden, davon berichtete Vittore Bocchetta. "Ich kann nur sagen, dass ich von ihm gerettet wurde", so beendete Bocchetta seine Rede in der Kirche. Die Kollekte des Gottesdienstes wurde für die Arbeit des Ökumenischen Vereins eingesammelt, dessen ehrenamtlich Mitarbeitende zur Zeit durch die Unterbringung vieler Asylbewerber im Landkreis Nürnberger Land besonders viele Aufgaben wahrnehmen.

Der Künstler und Überlebende des KZ Hersbruck Vittore Bocchetta war von Sonntag bis Donnerstag unterwegs, vor allem in Schulen, und berichtete interessierten Schülerinnen und Schülern von seinem Widerstand gegen den Faschismus und seiner Zeit in Flossenbürg und Hersbruck. Auf großes Interesse stieß besonders seine Geschichte des Überlebens und seine Flucht vom Todesmarsch nach Dachau in Schmidmühlen. Seine Rede an der von ihm geschaffenen Skulptur "OHNE NAMEN" im Rosengarten nach dem Schweigeweg an der Lichterkette entlang endete mit der Frage nach der Zukunft:

Aber die Fragen, die sich aus der nahen Ver­gangenheit ergeben, sind noch nicht beant­wortet, und sie lasten auf uns mit beständigem Druck:... Die Deformation des Menschen, die sich so ostentativ in diesem meinen Monument „Ohne Namen“ zeigt, was soll sie ausdrücken? Ist es nur die Erinnerung an ein Übel, das ver­gangen ist?

Oder ist es nicht vielmehr eine ernste Warnung für die Zukunft, vor dem, was der Mensch in Zukunft zu machen in der Lage ist? (T.W.)

Hier können Sie die Rede Vittore Bocchettas auf deutsch und italienisch ansehen:
Reden Bocchetta it-dt 2015_01

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Aufruf und Aktion vom 15. - 31. Januar 2015 - (10.11.2014)

Einen ehemaligen Häftling in unsere Stadt holen

Die Dokumentationsstätte KZ Hersbruck lädt aus Anlass der Erinnerung an das KZ Außenlager Hersbruck vor 70 Jahren zu einer besonderen Aktion ein:

Einzelpersonen, Interessengruppen oder Schülergruppen und Schulklassen können teilnehmen.

Erkunden
Sie das Leben und das Schicksal eines der
8 000 bis 10 000 Häftlinge in Hersbruck und Happurg.

Präsentieren
Sie Leben und Person dieses Häftlings in einer angemessenen Form, als Plakat, Kunstwerk, Plastik, Textsammlung oder ähnlichem.

Finden
Sie einen passenden Ort zur Präsentation in Hersbruck oder Happurg, in Schaufenstern, an Hausecken, auf Plätzen, u.s.w. und holen Sie die Erlaubnis zur Ausstellung ein.

Präsentieren
Sie die Person und das Leben „Ihres“ Häftlings in der Zeit von 15. bis 31. Januar 2015. Stellen Sie dabei seinen selbstlosen Mut, seine Courage, seinen Einsatz für andere Menschen heraus, die in der Regel zur Festnahme führten.

Die Dokumentationsstätte
unterstützt bei der Auswahl der Person und bei der Suche nach Fakten. Sie stellt ggf. Verbindung zum Archiv in Flossenbürg her. Sie nimmt die Anmeldung der Personen und Ausstellungsorte entgegen, damit es keine Doppelungen gibt.

Die Hersbrucker Zeitung
dokumentiert und veröffentlicht die Lebensbeschreibungen und Ausstellungsstücke.

Die gewählten Häftlinge stehen stellvertretend für alle Häftlinge im Mittelpunkt des Gottesdienstes und der Lichterkette zum Gedenken an die Opfer des KZ am Dienstag, 27. Januar um 18.30 Uhr in der Spitalkirche.

Die Präsentationen von Jugendlichen unter 21 Jahren können beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten „Anders Sein“, Außenseiter in der Geschichte, www.geschichtswettbewerb.de eingereicht werden.

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Wir gedenken! - (23.06.2014)

Ljubiša Letić gestorben  

Dear friends,
I am very sad to inform you that our beloved friend Ljubiša Letić has died. He passed away peacefully in his sleep at 4 pm. The funeral service is on Monday June 9th on Novi Sad main cementary at 12:45.

Let's remember him as the man he was: a generous, kind person, loving father and grandfather, a man who in his simple ways spread the message of peace and uncondtional love among people.

Liebe Freunde,

Ich bin sehr traurig, Ihnen mitzuteilen, dass unser geliebter Freund Ljubiša Letic ist gestorben. Er starb friedlich im Schlaf um 4 Uhr. Die Trauerfeier ist am 9. Juni auf Montag Novi Sad Haupt Friedhof um 12:45 Uhr.

Erinnern wir ihn als den Mann, der er war: ein großzügiger, freundlicher Mensch, liebender Vater und Großvater, einem Mann, der in seinem einfache Möglichkeiten, die Botschaft von Frieden und bedingungslose Liebe unter den Menschen zu verbreiten.

Дорогие друзья,

Мне очень грустно сообщить, что наш любимый друг Ljubiša Letić умер. Он скончался мирно во сне в 4 часа дня. Отпевание на понедельник 9 июня  12:45.

Давайте помнить его как человека, которого он был: щедрый, добрый человек, любящий отец и дед, человек, который в своих простых способов распространять послание мира и безусловную любовь между людьми.

(Mail von Miroslav am 6.6.2014)

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