Dokumentationsstätte
Konzentrationslager Hersbruck e.V.

Bücher und Videos

Lenz, Hans-Friedrich, Sagen Sie, Herr Pfarrer, wie kommen Sie zur SS?

Sagen sie Herrr Pfarrer - wie kommen sie zur SS Bericht eines Pfarrers der Bekennenden Kirche über seine Erlebnisse im Kirchenkampf und als SS-Oberscharführer im Konzentrationslager Hersbruck, Gießen, ABC-Team 1982, Gießen,Basel 3. überarb. Aufl. 1989 (zur Zeit 2014 nur antiquarisch erhältlich).
Der Bericht des Pfarrer H.F. Lenz über seine Erlebnisse als Lagerschreiber im KZ Hersbruck 1944/45. Seine Aufzeichnungen und Erinnerungen sind eines der frühesten und präzisesten Zeugnisse über den Lageralltag und die Vorkommnisse in Hersbruck.

Vanselow, Gerd, KZ Hersbruck: größtes Außenlager von Flossenbürg,

Vanselow-Gerd KZ Hersbruck Hersbruck 1983 deutsch und polnisch: Verlag der Polnischen Pfadfinder ZHP in Krakau, 1988 ISBN 83-7028-016-1. Redaktion: Piotr Niwinski. -vergriffen, evtl. antiquarisch erhältlich-

Bocchetta Vittore, Jene fünf verdammten Jahre.

Aus Verona in die Konzentrationslager Flossenbürg und Hersbruck, Schriftenreihe Non dimenticare 1, Lage 2003 und 2009, ISBN 978-3-89918-118-1, 12,90 €.
Der Gelehrte und Künstler Vittore Bocchetta reflektiert seinen Weg aus Verona durch die Lager Bozen, Flossenbürg und Hersbruck bis zu seiner Flucht auf dem Todesmarsch Richtung Dachau.

Ljubiša Letic, Überlebender der Lager Flossenbürg und Hersbruck, Nur wir Betroffenen wissen, durch welche Hölle wir gegangen sind,

Letic hrsg. Peter Schön und Doku­mentationsstätte KZ-Hers­bruck, Über­setzung M. Marko­vic, 2012, ISBN 978-3-9815005-0-9, 8,95 €.
Der Zeitzeugenbericht des Überlebenden aus Novi Sad in Serbien schildert eindrücklich die Lebens- und Arbeitsbedingungen des 19-jährigen Häftlings in Hersbruck, der als einer der wenigen Überlebenden heute noch erzählen kann.

Ein Zeitzeugenbericht

Deckblatt Nerlich Gefangenschaft in den Konzentrationslagern Groß-Rosen und Hersbruck
- Flucht auf dem Todesmarsch 
von Alfred Nerlich

Herausgegeben von der Dokumentationsstätte KZ Hersbruck e. V., bearbeitet von Peter Schön

Erscheinungsjahr 2009, Nachdruck 2013

Das Geheft umfasst 20 Seiten DIN A 4 und ist über die Dokustätte KZ Hersbruck zum Preis von 8 Euro erhältlich.

Alfred Nerlich stammte aus dem schlesisch-polnischen Grenzgebiet und wurde im August 1940 von der Gestapo Glogau verhaftet. Er verbrachte zunächst 2 Jahre im Gefängnis in Glogau. Anschließend wurde er ohne Verurteilung in das KZ Groß-Rosen überführt. Anfang 1945 wurde das KZ Groß-Rosen evakuiert und Alfred Nerlich kam mit 1.500 Leidensgenossen Mitte Februar 1945 in das KZ Hersbruck. Nach seiner Befreiung Ende April 1945 blieb Alfred Nerlich weiterhin in Hersbruck. Dort starb er im Jahr 2006 im hohen Alter von 95 Jahren. Im Jahr 1999 hat er seine schrecklichen Erlebnisse während der Gefangenschaft niedergeschrieben, die die Grundlage dieses Textes bilden.

Sklavenarbeiter für den Endsieg

Sklavenarbeiter für den Endsieg KZ Hersbruck und das Rüstungsprojekt Dogger von Gerhard Faul mit einem Beitrag von Dr. Eckart Dietzfelbinger

Ab 1943 gelten die alliierten Luftangriffe vor allem der deutschen Rüstungsproduktion. Die NS-Führung beginnt mit der Verlegung kriegswichtiger Fabriken in geschützte unterirdische Räume. Priorität hat die Herstellung von Jagdflugzeugen.
35 Kilometer östlich von Nürnberg soll im Berg Houbirg ein Stollensystem zur Produktion von Flugzeugmotoren der Firma BMW entstehen. Das Projekt steht unter Leitung der SS und erhält die Tarnbezeichnung 'Dogger'. Im Mai 1944 beginnen die Arbeiten. Viele namhafte Baufirmen aus ganz Deutschland erhalten Aufträge.
Auf halber Höhe der Houbirg beginnt an mehreren Stellen gleichzeitig der Stollenausbruch. Unten im Tal entsteht beim Dorf Happurg ein umfangreicher Bauhof. Eine neue Bahnlinie wird den Berg hinauf gebaut. Neben deutschen Ingenieuren und Technikern arbeiten SS-Sträflinge und Fremdarbeiter für das Rüstungsprojekt. Doch die überwiegende Mehrzahl der Arbeitskräfte sind KZ-Häftlinge. Sie müssen den gesprengten Abraum aus den Stollen schaffen. Zur Unterbringung der Häftlinge lässt die SS am Stadtrand von Hersbruck direkt neben dem städtischen Freibad ein Konzentrationslager errichten. Im Februar 1945 sind fast 6000 Menschen in dieses Lager gesperrt. Es ist das drittgrößte KZ in Süddeutschland. Kurz bevor die Produktion in den ersten Stollen beginnen soll, rücken Mitte April 1945 amerikanische Truppen auf Hersbruck vor. Für die KZ-Häftlinge beginnt der Todesmarsch Richtung Alpen. Fast jeder zweite Häftling überlebt das mörderische Arbeitstempo nicht, stirbt durch herabbrechendes Gestein, an Krankheiten wie Typhus und Ruhr.
Bis Kriegsende ist eine gitterförmige, insgesamt vier Kilometer lange Anlage in der Houbirg entstanden. Die betonierten Stollen befinden sich heute in einem gut erhaltenen Zustand.

176 Seiten - mit vielen Abbildungen und Plänen

ISBN 3-00-011024-0

Preis: 13 Euro, erhältlich im Buchhandel und beim Verein

KZ Hersbruck: Wieviel Umgang braucht die Vergangenheit?

Wieviel Umgang braucht die Vergangenheit Dokumentarfilm von Gerhard Faul, Stephan Muffat, Harald Oelschlegel, Winfried Schuhmann, Gerd Vanselow 1992

Konzentrationslager Hersbruck - und das Doggerwerk

KZ Hersbruck - und das Doggerwerk Überarbeiteter Dokumentarfilm von Gerhard Faul, Medienladen e.V. 1999

weitere Literatur

Auer, Horst:

Es bluten Herz und Seele über dem Jammertal, in: Nürnberger Nachrichten 06/08/83, Nürnberg 1983

Baier, Alfons / Freitag, Dieter (1996):

Das Doggerwerk bei Happurg (Nürnberger Land) --
Zur Geschichte und Geologie einer unterirdischen Rüstungsfabrik.- Geol. Bl. NO-Bayern 46, 3/4: 145-174, 4 Abb., 5 Taf., Erlangen 1996.

Blanz, Fritz / Johannes Graßl / Gerd Vanselow (Hg): KZ Hersbruck :

Überlebende berichten, Hersbruck [Selbstverl.], ca. 1983

Bocchetta, Vittore:

Eye of the eagle, o.O. 1991

Brenner, Hans:

Der „Arbeitseinsatz“ der KZ-Häftlinge in den Außenlagern des Konzentrationslagers Flossenbürg – ein Überblick, in: Ulrich Herbert / Karin Orth / Christoph Dieckmann (Hg): Die nationalsozialistischen Konzentrationslager – Entwicklung und Struktur, Wallstein 1998, S. 682-706

Buschheuer, Hans-Peter:

Verschwiegen und vergessen: das KZ Hersbruck, in: Plärrer 8/83, Nürnberg 1983, S. 27 – 30

Eichmann, Bernd:

Versteinert, verharmlost, vergessen : KZ-Gedenkstätten in der Bundesrepublik Deutschland, Frankfurt am Main, 1986 Engelmann, Bernt: Bis alles in Scherben fällt : wie wir die Nazizeit erlebten 1939 – 1945, Köln 1983

Engelmann, Bernt:

Im Gleichschritt marsch : wie wir die Nazizeit erlebten 1933 – 1939, Köln 1982

Fuchs, Siegfried / Eckhardt Pfeiffer:

Eine Internationale der Gestrandeten, in: Heimat, Jg. 65, Nr. 3, Hersbruck 1995

Graf, Karin:

Zitronen aus Kanada. Das Leben mit Auschwitz des Stanislaw Hantz. Biographische Erzählungen, Auschwitz o.J. (ca. 1998)

Grünwald, Michael:

Der Kirchenkampf im Dritten Reich in Hersbruck, in: Heimat, Jg. 62, Hersbruck 1992

Guderzo, Giulio:

Teresio Olivelli. I. Prezzo della Libertá, Roma, 1987

Justiz und NS-Verbrechen.

Strafurteile wegen nationalsozialistischer Tötungsverbrechen 1945 – 1966. Bearbeitet von Adelheit L. Rüther-Erlemann, Band IV, Amsterdam 1971, S. 695 – 722

Heigl, Peter:

Konzentrationslager Flossenbürg - In Geschichte und Gegenwart, Regensburg, 1989

Kapp, Georg:

Aufregende Tage vor und nach der „Stunde null“: aus den Erinnerungen des ersten gewählten Bürgermeisters von Hersbruck nach dem zweiten Weltkrieg, in: Heimat, Jg. 65, Hersbruck, 1995

Kapp, Georg:

Erinnerungen an Hersbruck 1945 – 1951, unveröffentl. Manuskript, o.J., Stadtarchiv Hersbruck

Kapp, Georg / Eddie Sand:

In Hersbruck war ein Auffanglager für Letten, in: Heimat, Jg. 63, Hersbruck, 1993

Krasinski, Janusz:

Der Karren, Frankfurt/Main 1970

KZ-Außenlager.

Geschichte und Erinnerung, Dachauer Hefte, 15. Jg. 1999, Heft 15, Dachau 1999

Luchterhand, Elmer:

Das KZ in der Kleinstadt. Erinnerungen einer Gemeinde an den unsystematischen Völkermord, in: Peukert, Detlev / Jürgen Reulecke (Hrsg.), Die Reihen fest geschlossen. Beiträge zur Geschichte desAlltags unterm Hakenkreuz, Wuppertal 1981, S. 435-454;

Monninger, Hans:

Kriegschronik des Evangelisch-Lutherischen Pfarramtes Hersbruck. Handschrift des 1. Pfarrers und Dekans Hans Monninger, Stadtarchiv Hersbruck

Pfeiffer, Eckhardt (Hg):

Hersbrucker Land in schlimmer Zeit 1939 – 1945. Eine Dokumentation der Hersbrucker Zeitung, Hersbruck, 1985

Richter, Hans-Werner:

Sie fielen aus Gottes Hand, München 1976

Schmidt, Alexander:

Eine unauffällige Geschichte. KZ-Außenlager in der Region Nürnberg, in: Dachauer Hefte, Heft 15 (1999), S. 153-173

Siegert, Toni:

Das Konzentrationslager Flossenbürg. Ein Lager für sogenannte Asoziale und Kriminelle, in: Broszat, Martin / Elke Fröhlich (Hg.): Bayern in der NS-Zeit, Bd. II, München, Wien 1979, S. 429 - 492

Siegert, Toni:

30000 Tote mahnen! Die Geschichte des Konzentrationslagers Flossenbürg und seiner 100 Außenlager von 1938 bis 1945, Weiden, 1984

Sigel, Robert:

Im Interesse der Gerechtigkeit. Die Dachauer Kriegsverbrecherprozesse 1945 – 1948, Frankfurt/Main, New York: Campus, 1992

Stadtlbauer, Josef:

Internierungslager Hersbruck, in: Waldmünchner Heimatbote, Heft 12, 1985, S. 67 –78 Teitelbaum, Bernhard: „... ob ich schon wanderte im finstern Tal ...“. Erinnerungen an die schwere Zeit 1941 – 1945, Mühlhausen (Selbstverlag) 1996

Thaler, Franz:

Unvergessen – Option, Konzentrationslager, Kriegsgefangenschaft, Heimkehr. Ein Sarner erzählt, München 1991