Dokumentationsstätte
Konzentrationslager Hersbruck e.V.

4: Das KZ-Außenlager Hersbruck

KZ_Hersbruck

Alliierte Luftaufnahme des Außenlagers Hersbruck vom 16.03.1945 Bild-Nr. 4123, Bildflug-Nr. 45 458/1, vom Bayer. Landesvermessungsamt genehmigt mit Nr. 311/2001

Als Arbeitskräfte für den Stollenbau setzte die SS Häftlinge aus dem KZ Flossenbürg ein. Am 17. Mai 1944 kamen die ersten 150 Häftlinge zunächst in Happurg an. Ab August 1944 wurden sie auf einem Gelände in Hersbruck bei einer ehemaligen Kaserne des Reichsarbeitsdienstes gefangen gehalten – im neu errichteten KZ-Außenlager Hersbruck. Mit mehr als 9000 Häftlingen aus über 20 Nationen war das Lager Hersbruck eines der großen KZ-Außenlager in Süddeutschland.

Zeitweise waren bis zu 6000 Personen im Lager zusammengepfercht Die Unterbringung und die sanitären Anlagen waren menschenunwürdig. Das Lagergelände war unbefestigt und versank ab Herbstim Schlamm.

Es befand sich zwischen der Amberger Straße und dem Strudelbad. Die Lagerbaracken waren mit Stacheldraht umzäunt und von Wachtürmen umstellt.

Plan

Plan des KZ-Außenlagers Hersbruck, rekonstruiert nach Aussagen ehemaliger Häftlinge und Pfarrer Lenz*.
Skizze nach K. Meier, Stadtarchiv Hersbruck

Einige der Häftlingstransporte aus anderen KZ-Lagern sind von Pfarrer Lenz* belegt:

Lagerstärke nach Pfarrer Lenz*

Datum Häftlingstransporte
17.5.44 150 Häftlinge aus KZ Flossenbürg
6.9.44 300 Häftlinge aus KZ Auschwitz
1.10.44 600 Häftlinge aus KZ Flossenbürg
4.12.44 1000 ungarische Häftlinge
6.1.45 800 Häftlinge (darunter 550 ungarische Juden)
11.2.45 2154 Häftlinge aus Groß-Rosen
Datum Lagerstärke
Ende Juli 1944 500-600 Häftlinge
Mitte August 1944 1900 Häftlinge
28.12.1944 2754 Häftlinge
1.2.1945 4028 Häftlinge
28.2.1945 5863 Häftlinge
13.4.1945 4767 Häftlinge

*zu Pfarrer Lenz siehe Tafel 6

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