Dokumentationsstätte
Konzentrationslager Hersbruck e.V.

2: Rüstungsfabriken unter der Erde

Lager

Bunkerbaustelle bei Kaufering (Häftling mit auf dem Rücken aufgemalten Zielpunkt für die Wachen) W. Nerdinger (Hg.): Bauen im Nationalsozialismus, München 1993

Stollen

Stollen im "Doggerwerk" bei Happurg
Foto: G. Faul

Ab Ende 1943 wurde die deutsche Rüstungsindustrie von britischen und amerikanischen Bomben schwer getroffen. Keine Fabrik in Deutschland war mehr sicher. Rüstungsminister Albert Speer bildete deshalb am 1. März 1944 einen Krisenstab ("Jägerstab"), der für die Herstellung von Jagdflugzeugen als Waffe gegen die alliierten Luftstreitkräfte sorgen sollte.


Bruecke

Mühldorf, Reste der gesprengten Bunkerfabrik
W. Nerdinger (Hg.): Bauen im Nationalsozialismus, München 1993

Stolleneingang

Goldbacher Stollen bei Überlingen (nach dem Krieg 1945/46 vor ihrer Zerstörung) Dokumentationsstätte Goldbacher Stollen und KZ Aufkirch in Überlingen e.V.

Man plante den Bau unterirdischer Rüstungsfabriken und beauftragte den SS-Mann Hans Kammler vom SS-Wirtschafts- Verwaltungs-Hauptamt mit der technischen Umsetzung ("Baubüro Kammler").
In Süddeutschland wurden mehrere Bauprojekte begonnen, zu denen unter anderem das "Doggerwerk" gehörte. In die weiche Doggersteinschicht der Houbirg, einem Berg bei Happurg in der Nähe von Hersbruck, sollten Stollen für eine Fabrikanlage gegraben werden.

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