Dokumentationsstätte
Konzentrationslager Hersbruck e.V.

14: Prozesse nach 1945

Martin Humm, letzter Lagerältester in Hersbruck (zweiter von links), als Zeuge beim Prozess vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth
Foto: Nürnberger Nachrichten

Die Verbrechen im KZ-Außenlager Hersbruck wurden nach 1945 in zwei Prozessen behandelt.
1946/47 wurde vor einem amerikanischen Militärgerichtshof in Dachau der letzte Kommandoführer Ludwig Schwarz zum Tode verurteilt und hingerichtet. Der Lagerälteste Martin Humm erhielt die Todesstrafe und wurde später zu lebenslänglicher Haft begnadigt. Der Oberkapo Peter Bongartz erhielt 15 Jahre Haft. Beide wurden Ende der 50er Jahre entlassen.

1950 waren vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth 17 Personen angeklagt, unter ihnen führende SS-Männer, Mitglieder der Wachmannschaften, Bergleute und Mitglieder der Bauleitung sowie Funktionshäftlinge. Der Prozess endete mit Haftstrafen zwischen 9 Monaten und 5 Jahren und mehreren Freisprüchen.
Die verurteilten Personen wurden vorzeitig aus der Haft entlassen.

Der SS-Mann Heinz Detmers (mit erhobenen Arm) 1950 beim Lokaltermin des Landgerichts Nürnberg-Fürth in Hersbruck
Foto: Nürnberger Nachrichten

Werner von der Linden, Betriebsdirektor der Großdeutschen Schachtbau- und Tiefbohr GmbH, wurde 1950 freigesprochen.
Foto: Nürnberger Nachrichten

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