Dokumentationsstätte
Konzentrationslager Hersbruck e.V.

13: Häftlingsschicksale

Vittore Bocchetta

Vittore Bocchetta wurde als Mitglied des italienischen Widerstandes im Juli 1944 in Verona verhaftet und nach Flossenbürg verschleppt.
Im September 1944 kam er im Viehwaggon nach Hersbruck. Er konnte sich der schweren Arbeit durch Aufnahme ins Krankenrevier entziehen und überlebte dadurch.
Auf dem Todesmarsch gelang ihm die Flucht.

Bernt Engelmann,
Deutschland

Bernt Engelmann

Bernt Engelmann wurde 1944 wegen der Unterstützung von Menschen jüdischen Glaubens inhaftiert.
Von Oktober 1944 bis April 1945 wurde er im KZ-Außenlager Hersbruck gefangen gehalten.
Er wurde im April 1945 mit dem Krankentransport ins KZ Dachau verschleppt und dort von den amerikanischen Truppen befreit.


Roger Caillé

Der Franzose Roger Caillé wurde im März 1944 interniert, weil er die Zwangsarbeit verweigerte.
Er ließ sich bei der Arbeit im Stollen einen Finger von einer Lore zerquetschen und überlebte im Krankenrevier.
Er wurde im KZ Dachau von den amerikanischen Truppen befreit.

Janusz Krasinski, Polen

Janusz Krasinski

Janusz Krasinski wurde 1944 in das KZ Auschwitz verschleppt, zusammen mit seiner Mutter.
Im Viehwaggon wurde er zur KZ-Arbeit nach Hersbruck transportiert.
Nach einer schweren Grippe wurde er zur Arbeit im Kartoffelschälerkommando eingesetzt. Hier überlebte er das Lager Hersbruck.
Nach seiner Rückkehr nach Polen wurde er wegen angeblicher CIA-Kontakte vom polnischen Geheimdienst verhaftet und war bis 1956 interniert.
1998 wurde er offiziell rehabilitiert.

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