Dokumentationsstätte
Konzentrationslager Hersbruck e.V.

12: Häftlingsschicksale

Wladislaw Tacikowski, Polen

Am 16.9.1944 wurden alle arbeitsfähigen Männer aus dem Ort Wlochy in das KZ Auschwitz verschleppt, unter ihnen die beiden Brüder Wladyslaw und Jozef. Von dort kamen sie am 20.10.1944 in das KZ Flossenbürg. Wladyslaw kam am 7.11.1944 nach Hersbruck und starb dort am 2.12.1944. Jozef überlebte in Flossenbürg.

Teresio Olivelli, Italien

Teresio Olivelli, Italien

Teresio Olivelli, Italien

Am 27.4.1944 wurde Teresio Olivelli als Mitglied des italienischen Widerstandes verhaftet. Am 5. September 1944 wurde er von Bozen nach Flossenbürg gebracht, einen Monat später nach Hersbruck. Er starb im Januar 1945 an den Folgen von Misshandlungen. Die Katholische Kirche bemüht sich um seine Seligsprechung.


Bernhard Teitelbaum, Ungarn

Bernhard Teitelbaum wurde 1941 als Jude zur Arbeit im Kupferbergwerk Bor in Jugoslawien zwangsverpflichtet. Am 17.9.1943 wurden die Zwangsarbeiter von Bor auf einen Todesmarsch über Belgrad nach Kroatien und zurück nach Ungarn getrieben. Die Überlebenden dieses Marsches wurden im Oktober 1943 nach Flossenbürg deportiert.
Mitte Juli 1944 kam Teitelbaum ins Außenlager Hersbruck und arbeitete im Stollen. Ein ausgeprägter Lebenswille und sein fester Glaube ließen ihn überleben.

Alfred Nerlich, Deutschland

Alfred Nerlich, Deutschland
Foto: G. Faul

Alfred Nerlich, Deutschland

Alfred Nerlich wurde am 14.8.1940 von der Gestapo Glogau verhaftet und 1942 zu drei Jahren Haft wegen Aktivitäten zu Ungunsten des Deutschen Reiches verurteilt.
Nach Ablauf seiner Gefängnisstrafe 1943 wurde er in das KZ Groß-Rosen überstellt. Im Februar 1945 wurde er in das KZ-Außenlager Hersbruck evakuiert. Er überlebte dort als Schreiner in einer kleinen Werkstatt. Während des Todesmarsches gelang ihm die Flucht

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